3. Klimakonferenz der Zivilgesellschaft

Trotz des mehrwöchigen Corona-Lockdowns in vielen Ländern dieses Globus sind auch im Jahr 2020 die in die Atmosphäre ausgebrachten Treibhausgasemissionen nach wie vor viel zu hoch, um eine unkontrollierte Erhitzung der Erde verhindern zu können. Die Gesamtmenge an CO2, die für die Erreichung des 1,5°-Ziels noch ausgebracht werden darf, wird in Österreich bei einem „weiter wie bisher“ im Jahr 2029 oder 2030 erreicht sein. Deshalb rufen die Initiatoren der Waidhofner Klimaproteste zur 3. Klimakonferenz der Zivilgesellschaft auf. Kommt alle! Am Samstag, 19. September, ab 15 Uhr in den Zukunftscampus auf der Zell.

Regierung und Institutionen beweisen in der Coronakrise ihre Durchsetzungs- und Handlungsfähigkeit. Wir plädieren dafür, dass der Klimakrise mit derselben Ernsthaftigkeit und dem Spirit der ‚Priorität 1‘ begegnet wird – trotz der eindeutigen Faktenlage passiert das bisher nicht!

Elisabeth Austaller

Bei der Klimakonferenz der Zivilgesellschaft soll einerseits das vergangene Protestjahr der Waidhofner Klimabewegung reflektiert und analysiert werden, andererseits rufen die Organisatorinnen auch dazu auf, über das zukünftige Vorgehen zu beratschlagen.

„Es wird an diesem Nachmittag vor allem um die Frage der Wirksamkeit unseres Engagements gehen. Wie können wir als Ybbstaler Bürgerinnen und Bürger unseren Einfluss auf eine positive Klimawende möglichst groß gestalten? Wie können wir dazu beitragen, dass effektive und schnell wirksame Maßnahmen gegen weiteren Treibhausgasausstoß vom Gesetzgeber rasch beschlossen werden?“, streicht Raphael Kößl exemplarisch einige Fragestellungen hervor.

Der Ausgang der Klimakonferenz der Zivilgesellschaft ist dabei noch völlig offen. „Es gibt kein fertiges Konzept, wie es weitergehen soll, sondern es geht darum, dass wir als Klimabewegung gemeinsame Strategien entwickeln“, so Julia Bösendorfer. Die Organisatoren rufen alle Menschen aus der Region zur Teilnahme an der Klimakonferenz und den daraus entstehenden Aktionen auf. Bitte meldet Euch unter klimakonferenz.wy@gmail.com an.

„Die Menschheit ist gerade dabei, eine unumkehrbare Erderhitzung in Gang zu setzen. Damit das nicht passiert, haben wir nur noch wenige Jahre Zeit! Die Wissenschaft weiß, was zu tun ist – aber das reicht nicht. Solange Politikerinnen, Unternehmer, Pädagogen und Journalistinnen kein umfassendes Verständnis für die Dringlichkeit einer Kehrtwende entwickeln, solange wird sich nichts Substanzielles verändern. Sie müssen diese Krise endlich als Krise anerkennen. Das werden sie aber nur, wenn die Zivilgesellschaft den öffentlichen Druck zum Handeln erhöht.“
Georg Wagner